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15.03.2017 Veröffentlichungsdatum: 15.03.2017
Richtfest beim Schulanbau
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Bei strahlend blauem Himmel fand am vergangenen Freitagnachmittag das Richtfest beim Schulanbau der Gemeinschaftsschule statt.
 
Bürgermeister Wolfgang Lahl konnte zu diesem besonderen Ereignis zahlreiche geladene Gäste und Einwohner begrüßen, die der öffentlichen Einladung der Gemeinde gefolgt waren.

„Wenn die Schulen zunehmen, dann steht`s wohl im Land“. Mit diesem Zitat von Martin Luther leitete der Bürgermeister seine kurze Rede zum Richtfest ein. Nach einem kurzen Rückblick auf die früher üblichen Bräuche bei einem Richtfest, die bei einem Flachdachbau heute leider nicht mehr angewendet werden können, ging der Bürgermeister auf die grundsätzliche Betrachtung des Anbaus ein. Die Entscheidung zur Gemeinschaftsschule war richtig und wichtig, so der Bürgermeister. Er bezeichnete die Gemeinschaftsschule in Weil im Schönbuch als Erfolgsmodell auf der Schönbuchlichtung, welches dem Gemeinderat und Verwaltung das schöne Problem beschert, aufgrund der guten Resonanz und der positiven Entwicklung der Schülerzahlen einen Anbau auf den Weg zu bringen. In einer mutigen und richtungsweisenden Entscheidung zur konsequenten Weiterentwicklung der Gemeinschaftsschule habe der Gemeinde den Anbau von vier Klassenzimmern beschlossen. Der Standort ist das Ergebnis eines Vorschlags aus der Mitte des Gemeinderats und kam von Gemeinderat Wolfgang Brennenstuhl, so der Bürgermeister.

Mit den jährlichen baulichen Veränderungen der Klassenräume, den Einbauten für zwei neue naturwissenschaftliche Fachräume, den Veränderungen hin zu einer inklusiven Schule, dem Einbau einer neuen Schulküche bis hin zu diesem Anbau sei die Schulentwicklung in unserer Gemeinde für die Zukunft gerüstet und könne perfekte Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler der ganzen Schönbuch Richtung garantieren.

Zu einem positiven Lern-und Lebensart werde das Gebäude allerdings erst mit dem motivierten Lehrerkollegium, der Ganztagsbetreuung durch das Waldhaus, die vielen unterstützenden Eltern und nicht zuletzt durch die quicklebendigen Schülerinnen und Schüler. Die Investition von 1,5 Millionen € sei eine Investition in die Zukunft und zudem solide finanziert, auch wenn die endgültige Förderzusage des Landes noch aussteht. Die Hoffnung des Bürgermeisters ist es, das Gebäude ab September 2017 nutzen zu können.

Für die intensive Beteiligung an der Planung dankte der Bürgermeister den beteiligten Planern, der Schulleitung und dem Team des Ortsbauamts ausdrücklich. Zu danken sei auch dem Gemeinderat, der diese zielführenden Entscheidungen getroffen hat.

Zu guter Letzt richtete der Bürgermeister das Wort an die Handwerker, deren vielen Hände den Schulhausanbau werden lassen und auf die bis zur endgültigen Fertigstellung noch einiges an Arbeit zukommt. Der abschließende Wunsch des Bürgermeisters war, dass die weiteren Bauarbeiten wie bisher reibungslos und unfallfrei über die Bühne gehen können und dass ab diesem Herbst viel Leben und positives Lernen im neu geschaffenen Schulanbau sein werden.

Im Anschluss wendete sich Annette Pfizenmaier, die Schulleiterin der Gemeinschaftsschule, an die Gäste des Richtfestes. Dies sei ein besonderer Tag, so die Schulleiterin denn einen so umfangreichen Anbau erlebe man nicht alle Tage. Das würden auch die Schülerinnen und Schüler so empfinden, weshalb die stellvertretende Schulleiterin, Frau Götz, einige Bemerkungen zusammengetragen hatte. Von der Feststellung, dass die Bauarbeiter immer sehr nett seien bis zu dem Wunsch, das Gebäude solle stets stabil bleiben, nicht einstürzen und nicht abbrennen und es möge immer voll belegt sein war die Bandbreite der Äußerungen sehr umfassend.

Die Schulleiterin richtete den Dank der gesamten Schule an den Gemeinderat und an die an Architekten und betonte die große Freude der Gemeinschaftsschule über den gelungenen Anbau.

Sieglinde Kiesel vom Staatlichen Schulamt bezeichnete das neue Schulgebäude als Bau für die Zukunft. Sie wies auf Albert Schweitzer hin, der Schulgebäude als eine der drei pädagogischen Säulen hervorgehoben hatte. Der hier verwirklichte Schulanbau sei eine hervorragende Stärke dieser dritten Säule. Sie wünschte dem weiteren Bauarbeiten einen guten Verlauf und hoffte, dass dieses Gebäude bald mit Leben gefüllt sei.

Sozialdezernent Alfred Schmid sprach für das Landratsamt und betonte, dass die bedarfsgerechte Bildung von Kindern und Jugendlichen die Voraussetzungen für den Wohlstand in unserer Region ist. Die Baukosten von 1,5 Millionen sah er als gute Investition in die Zukunft, die beste Renditen verspreche. Erfreulicherweise seien die Schülerzahlen nicht entsprechend den früheren Prognosen zurückgegangen. Er beglückwünschte die Gemeinde dazu, das enge Zeitfenster bei der Schaffung von Gemeinschaftsschulen genutzt zu haben und den Kindern in der Schönbuchlichtung ein vielfältiges Bildungsangebot machen zu können. Diese Entwicklung stimme ihn im Hinblick auf die Zukunft des Schulstandortes Weil im Schönbuch optimistisch. Dazu trage auch bei, dass die Gemeinschaftsschule bewusst außerschulische Partnerschaften eingeht und fördert.

Der Architekt Tillmann Frirdich betonte, dass es eine Freude sein, wenn so viele Menschen für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten und betonte die angenehme und konstruktive Arbeitsatmosphäre bei dieser Baustelle. Seinen Dank richtete auch ausdrücklich an die ausführende Baufirma Frey, die bei dem Rohbau sehr gute Arbeit geleistet habe. Die Entscheidung des Gemeinderats, hier vier Klassenzimmer zu realisieren bezeichnete der Architekt als richtig und weitsichtig. Denn laut Mark Twain sei „…Bildung das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist“.

Der traditionelle Höhepunkt des Richtfestes war der Richtspruch, der hier mangels Zimmermann vom Polier der Hochbaufirma Frey aus Nagold vorgetragen wurde:

" Nach altem Handwerksbrauch und alter Handwerkssitte
halte ich jetzt meinen Richtspruch hier, hoch von des Baues Mitte.
Doch bevor meine Worte nun heiter und munter fließen,
möchte ich alle Erschienenen erst recht herzlich begrüßen.

Der frohe Tag ist endlich da,
dem sehnend ich entgegen sah.
Nach manchem Hieb und manchem Schlag
und sonnigen Arbeitstag ward dieses stolze Werk vollbracht,
mit Eifer und mit viel Bedacht.

Lasst euch das neue Schulhaus fein
Ansporn zu neuem Fleiße sein.
Schon bald wird man hier unterrichten
Von Gott, der Welt und euren Pflichten.

Kein Unfall war hier zu vermelden, darüber freuen wir uns sehr.
Wir hoffen dass bis zur Vollendung so gut es gehe wie bisher.

Dem Bauherrn nun wollen Dank wir sagen.

Ich trink auf Architekten und Meister
auf die Schule und Gemeinde, macht nur so weiter.

Auf alle treuen guten Geister, die dieses Werk hier hat vereint,
Sie alle leben hoch, hoch, hoch.

Und nun, du Glas, fahr hin zum Grunde,
geweiht sei dieser Bau zur Stunde!"



Im Anschluss lud der Bürgermeister dazu ein, den Rohbau des Schulanbaus zu besichtigen und sich zu einem gemütlichen Vesper zusammenzusetzen.


 
419 Zugriffe, zuletzt am 26.06.2017, 08:19:44