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Überblick Gewerbepark SOL
Rechtsform: Der „Gewerbepark Sol“ war eines
der ersten interkommunalen Gewerbegebiete in Baden-Württemberg
und das bislang einzige im Landkreis Böblingen. Träger
ist der Zweckverband „Gewerbepark Sol“ mit den
beiden Verbandsmitgliedern Stadt Holzgerlingen und Gemeinde
Weil im Schönbuch. Sitz der Geschäftsstelle ist
im Rathaus Holzgerlingen. Der Vorsitz wechselt in dreijährigem
Turnus und wird derzeit vom Bürgermeister der Gemeinde
Weil im Schönbuch wahrgenommen.
Zielsetzung: Der Zweckverband will bestehende Arbeitsplätze
sichern und einen Anreiz zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze
bieten. Ortsansässige Firmen, die sich erweitern wollen,
sollen gehalten werden. Der Zweckverband legt Wert auf eine
Mischung von Firmen verschiedener Tätigkeitsgebiete und
Größenordnungen, sowohl im produzierenden Bereich
als auch im Dienstleistungssektor, um möglichst vielen
interessierten Firmen passende Angebote machen und Arbeitsplätze
für verschiedene Qualifikationsstufen anbieten zu können.
Außerdem war es die Absicht, durch die Mixtur verschiedener
Branchen konjunkturell bedingte Schwankungen auffangen zu
können.
Entstehung und Entwicklung: Intensive Verhandlungen
und Beratungen in den Jahren 1993 und 1994 führten zur
Gründung des Zweckverbandes am 16.09.1995. Der Grunderwerb
für den Gewerbepark sowie die Bebauungs-, Ausgleichs-
und Erschließungsplanung nahmen das Jahr 1996 in Anspruch.
1997 wurde das Gewerbegebiet erschlossen.
Flächenangaben: Das Verbandsgebiet umfasst ca.
37,7 ha, wovon 28,4 ha auf Gemarkung Weil im Schönbuch
liegen und 9,3 ha auf Gemarkung der Stadt Holzgerlingen. In
dem ersten erschlossenen Abschnitt standen zusammen mit einer
gemeinsam vermarkteten Teilfläche der Stadt Holzgerlingen
insgesamt 19,5 ha an Gewerbeflächen zur Verfügung.
Hinzu kamen 5,5 ha an Straßen, Grünflächen
und Ausgleichsflächen.
Vorteile des Gewerbeparkes Sol: Das Erschließungsraster
erlaubt sowohl die Ansiedlung kleinerer Betriebe als auch
von Großbetrieben. Mit dem anstehenden Ausbau der B
464 zwischen Holzgerlingen und Böblingen ist eine erstklassige
Anbindung an das überregionale Straßennetz absehbar.
Hinzu kommt eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen
Personennahverkehr durch die wieder in Betrieb genommene Schönbuchbahn,
die eine separate Haltestelle am Gewerbepark Sol hat. Bei
Bedarf lässt sich sogar ein Gleisanschluss für Gütertransporte
im Gewerbepark verwirklichen. Trotz dieser guten Verkehrsanbindung
steht mit dem Naturpark Schönbuch in unmittelbarer Nähe
ein herausragendes Naherholungsgebiet zur Verfügung.
Finanzbeziehungen: Die Stadt Holzgerlingen und die
Gemeinde Weil im Schönbuch finanzieren gemeinsam den
Zweckverband Gewerbepark Sol. Um den Gewerbepark Sol in seiner
heutigen Ausdehnung erwerben und erschließen zu können,
mussten die beiden Gemeinden 21 Mio. DM vorfinanzieren, also
annähernd 1.000,- DM pro Einwohner. Ein zinsverbilligtes
Erschließungsdarlehen der Landeskreditbank über
3 Mio. DM (die Zinsreduzierung entsprach einer Förderung
mit ca. 0,5 Mio. DM) trug dazu bei, die Finanzierungslast
für die beiden Gemeinden zu reduzieren. Die Verbindlichkeiten
für die Herstellung des Gewerbeparkes sind mittlerweile
vollständig getilgt. Der Zweckverband ist schuldenfrei.
Mittlerweile erhalten die beiden Gemeinden ansehnliche Realsteuereinnahmen
aus dem Gewerbegebiet.
Stand der Vermarktung: Von 19,5 ha Gewerbefläche
sind alle – mit Ausnahme der Parkplatzflächen –
alle vermarktet. Mit den Verkaufserlösen konnten die
Verbindlichkeiten des Zweckverbandes für den Grunderwerb
und die Erschließung weitgehend abgedeckt werden, so
dass heute kein finanzielles Risiko für den Zweckverband
mehr besteht.
Angesiedelte Firmen: Vertreten sind Firmen aller Größenordnungen:
Von der Einzelfirma mit vorwiegend örtlichem Bezug, die
eine Gewerbefläche von 20 ar erwirbt über die Firmenfiliale
mittlerer Größe bis zur international bekannten
und renommierten Großfirma, die fast 8 ha Fläche
ankaufte. Im Einzelnen:
| AITIS |
Grünflächenmanagement |
2.750 m² |
| Alle & Jentz GmbH |
GEOPARK I Vermietung von Gewerbeflächen |
4.233 m² |
| Alle & Jentz GmbH |
GEOPARK II Vermietung von Gewerbeflächen |
7.152 m² |
| Alle & Jentz. |
Restfläche GP II Vermietung von Gewerbeflächen
|
573 m² |
| Alle & Jentz f. Johnson Controls |
Fertigung von Autositzen |
7.980 m² |
| Casaplan Logistik |
(Lagerung und Auslieferung f.d. Hermes-Versand) |
8.921 m² |
| Deutsche DOKA GmbH |
Schalungstechnik |
19.514 m² |
| Eisenmann KG |
Maschinenbau |
75.738 m² |
| EVS |
|
25 m² |
| Fa. Brock GmbH & Co. |
Schilder und Stempel |
2.015 m² |
| Fa. Gotthilf Frasch noch nicht bebaut |
|
2.000 m² |
| Fa. Otto Frasch |
Raumaustattungsfachgeschäft und Vermiet. Gew.flächen
|
5.131 m² |
| Firmen Kuhn und Blank |
Immobilienverwaltung und Werbeagentur/Public Relations
|
2.083 m² |
| Jung & Brecht |
Druckerei |
1.901 m² |
| Hänssler-Verlag GmbH |
Verlagswesen |
9.850 m² |
| Maurer |
Landschaftsgärtnerei |
8.500 m² |
| MEWA Textilservice AG |
Textile Dienstleistungssysteme f. Handel und Gewerbe
|
14.303 m² |
| Strapex GmbH |
Verpackungsmaschinen |
5.048 m² |
| Werbas |
Software zur weltweiten Bewirtschaftung von KFZ-Betrieben
|
5.978 m² |
| Werbas |
Parkflächen |
4.912 m² |
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Summe: |
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188.607 m² |
Der Zweckverband kann Interessenten darüberhinaus noch
weitere Grundstücke zur Verfügung stellen.
Aufgrund des breitgefächerten Spektrums wurden Arbeitsplätze
für verschiedenste Qualifikationen geschaffen, vom hochspezialisierten
Ingenieur bis hin zum ungelernten Lagerarbeiter. Junge Firmen
und Existenzgründer/-innen können Gewerbeflächen
inklusive der für einen Gewerbebetrieb notwendigen Infrastruktur
anmieten, um in den ersten Jahren die Eigenkapitalbindung
möglichst niedrig zu halten.
Der Gewerbepark Sol lebt von der vertrauensvollen Zusammenarbeit
der Verbandsgemeinden. Die bisherigen Gewerbeansiedlungen
können als Beweis der Entschlossenheit und Tatkraft gemeindlicher
Gremien gesehen werden.
Unübliche Lösungen, zum Beispiel für die Organisation
von Rettungswesen und Feuerwehr, mussten gefunden werden.
Durch eine zielorientierte und effektive Zusammenarbeit zwischen
den beiden Gemeinden und dank der Unterstützung der übergeordneten
Behörden war es möglich, in kurzer Zeit ein erfolgreiches
Modell interkommunaler Zusammenarbeit zu realisieren.
Stand: 20.05.2003
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